Asiatische Hornisse: Frühe Nestmeldung ist wichtig
Die Jungköniginnen der Asiatischen Hornisse, die den Winter in geschützten Verstecken überdauert haben, beginnen bereits ab März mit dem Bau ihrer Gründungsnester. Diese frühen Nester sind zunächst klein und leicht zugänglich. Typische Fundorte sind beispielsweise Gartenhäuser, Carports, Dachüberstände, Hecken oder Vogelhäuser. Dort errichtet die Königin die ersten Waben ihres sogenannten Embryonalnestes. In dieser Phase ist sie noch allein aktiv – sie baut, pflegt die Brut und verteidigt das Nest gegen rivalisierende Königinnen. Solange das Nest nur von einer Königin bewohnt wird, kann es ohne Gefahr entfernt werden. Nach etwa 30 bis 50 Tagen schlüpfen jedoch die ersten Arbeiterinnen, die das Nest bereits aktiv verteidigen.
Wer im Stadtgebiet eine Asiatische Hornisse oder ein verdächtiges Nest entdeckt, wird gebeten, dies mit Foto, Fundortangabe und Kontaktdaten beim Amt für Grünflächen, Umwelt- und Klimaschutz zu melden. Ansprechpartner ist Frank Vohwinkel (Mail: gruenflaechenamt@pulheim.de ; Telefon: 02238 / 808-337). Zudem ist eine Meldung auch über den Mängelmelder der StadtPulheim-App unter der Rubrik „Sonstiges“ möglich.
Zu beachten ist, dass vor der Nestentfernung zunächst eine genaue Artbestimmung erforderlich ist, da die Asiatische Hornisse leicht mit der heimischen, streng geschützten Europäischen Hornisse verwechselt werden kann.
Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Südostasien und gilt laut EU-Verordnung als invasive Art. Sie kann die heimische Artenvielfalt beeinträchtigen und stellt eine Gefahr für Honigbienen und andere Bestäuber dar – damit auch für die Imkerei. Weitere Informationen sind auf der städtischen Website hinterlegt: Asiatische Hornisse im Rhein-Erft-Kreis – Wachsamkeit und Information statt Panik | Stadt Pulheim