Befragungsergebnisse zur „Altersfreundlichkeit“
Dies entspricht einer Rücklaufquote von rund 53 Prozent. Das Ergebnis: Pulheim wird grundsätzlich als „altersfreundlich“ eingestuft.
„Ich danke allen Seniorinnen und Senioren, die uns geschildert haben, wie sie ihr Wohn- und Lebensumfeld konkret erleben. Ihre persönlichen Rückmeldungen sind besonders wertvoll, weil sie Verbesserungsbedarfe offenlegen und in die Strategie zur altersfreundlichen Weiterentwicklung unserer Stadt einfließen“, sagt Bürgermeister Frank Keppeler.
Der im Erhebungszeitraum von Mai bis Juni 2025 verwendete Fragebogen umfasste unterschiedliche Themenfelder zur „Altersfreundlichkeit“ der Stadt und orientierte sich dabei an den renommierten Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Er wurde von einem Team aus Forschenden, Kommunen und weiteren Institutionen entwickelt. Die Befragung wird bereits international von Städten und Kommunen durchgeführt. In Deutschland gehört Pulheim zu den ersten Städten, die diese Befragung umgesetzt haben. Die Befragungsergebnisse wurden in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Generationen und Integration (SGI) am 30. Juni 2026 vorgestellt. Nachfolgend die zentralen Erkenntnisse im Überblick:
- Insgesamt bewerten die Befragten die Altersfreundlichkeit in Pulheim in der Tendenz positiv. Auf Basis aller Einzelbewertungen wird eine durchschnittliche „Gesamtnote“ von 1,0 für die „Altersfreundlichkeit“ erzielt. Zugrunde liegt eine Bewertungsskala mit Werten von -2 (geringste Zufriedenheit) bis +2 (vollste Zufriedenheit).
- Die stärksten Zustimmungswerte verzeichnet das Feld „Wohnen“. Dahinter stehen die Einzelaussagen, dass das Zuhause für die Befragten selbst oder für andere Personen gut zugänglich ist. Auch die erhobenen „Aspekte zur finanziellen Situation“ werden im Durchschnitt positiv bewertet: Die Befragten bejahen überwiegend die Aussagen, dass ihr Einkommen ohne Probleme ausreicht, um die Grundbedürfnisse abzudecken und dass sie gut von ihrem Einkommen leben können.
- Die Rückmeldungen zum Bereich „Respekt“ fallen ebenfalls mehrheitlich positiv aus: So finden die Aussagen, dass manchmal unangenehme oder unangemessene Kommentare oder Benachteiligungen wegen des Alters erfahren werden, überwiegend keine Zustimmung.
- Die Bereiche „Öffentliche Verkehrsmittel“, „öffentlicher Raum“ und „Gebäude“, „kommunale Unterstützung und Gesundheitsversorgung“, „soziale Teilhabe“, „bürgerschaftliches Miteinander“ sowie „Kommunikation und Information“ werden auf Grundlage der zugeordneten Einzelaussagen mit durchschnittlichen Zustimmungswerten von 0,7 bis 1,0 tendenziell gut eingeschätzt.
Weitere Informationen und der umfassende Ergebnisbericht sind auf der städtischen Homepage hinterlegt: Altersfreundlichkeit der Stadt Pulheim | Stadt Pulheim
Die Erkenntnisse aus der Befragung sollen nun ganz konkret in die Ausgestaltung kommunaler Angebote für die ältere Bevölkerung eingebracht werden. Dem Vorschlag der Stadtverwaltung, einen Maßnahmenkatalog zur Sicherung und Stärkung der Altersfreundlichkeit der Stadt Pulheim auf Grundlage der Ergebnisse dieser Befragung zu entwickeln, ist der Ausschuss für Soziales, Generationen und Integration (SGI) gefolgt.
„Ein altersfreundliches Lebensumfeld kann die gemeinschaftliche Teilhabe älterer Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten unterstützen und trägt damit auch dazu bei, die Lebensqualität für alle Generationen zu verbessern“, betont Bürgermeister Keppeler.